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Zuhause in Jahrzehnten: Wellemöbel im Lauf der Zeit

Jede Zeit hat ihre Mode. Und so wie der Stil Jahrzehnte prägt, verändert sich mit ihm auch die Art, wie wir wohnen. Wellemöbel hat seit 1896 Wohn-Geschichte mitgeschrieben. Weil wir uns dabei immer der Moderne zugewandt haben, ist ein Rückblick auf unsere Firmengeschichte auch eine Reise durch die verschiedenen Stilprägungen der Zeit.

Entdecken Sie ein Traditionsunternehmen mit Geschichte.

 

1896 bis 1950

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1896 gründet Johann Philipp Josef Welle eine Tischlerwerkstatt in Paderborn und beginnt in einem 3 x 4 Meter großen Raum. Wenige Jahre später floriert der Betrieb mit einigen Angestellten und es werden Möbel aller Art gefertigt: vorrangig Schlafzimmer, Schränke, Tische und Stühle für die „gute Stube“. Bereits 1928 stellen 35 Angestellte Möbel für Privatkunden in Einzelanfertigung her.

1936, die beiden Söhne Josef Welle und Johannes Welle haben das Unternehmen seit 1935 übernommen, wird das neue Werk in der Wollmarktstraße erbaut. Eine Belegschaft von 200 Menschen soll hier zukünftig Möbel in Serie, zur Lieferung an den Fachhandel produzieren. Wellemöbel expandiert, wird aber von den Schrecken des Krieges eingeholt: am 10. März 1945 wird während eines Luftangriffes nahezu das gesamte Werk zerstört.

In den Nachkriegsjahren herrscht Wohnraumnot – oft genug muss man sich in den eigenen vier Wänden neben Küche und Bad auf einen Raum beschränken. Ein vom Wohnzimmer getrenntes Schlafzimmer ist die absolute Ausnahme. Genau darauf reagiert Wellemöbel und leistet Pionierarbeit: mit dem Wohnkleiderschrank.

1950er

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Was im Juli 1949 begann, tritt zu Beginn der 50er seinen Siegeszug quer durch die deutsche Wohnlandschaft an: Der „Welle-Schrank“ bietet als universelles Möbelstück genauso Platz für Wäsche und Kleider, als auch für Alles, was ins Wohnzimmer gehört. Das erste Modell erscheint in drei verschiedenen Ausführungen – und zu einem bestechend günstigen Preis. Ein Erfolgskonzept mit Langzeitwirkung: immer mehr Modellvarianten mit verschiedenen Holzarten entstehen und werden vom Markt begeistert aufgenommen. Der Universalschrank wird immer weiterentwickelt und bis 1965 in 28 unterschiedlichen Versionen gefertigt, von denen manche auf klangvolle Namen wie „Liebeswalzer“ oder „Fanfare Brillant“ hören. In 16 Jahren werden in Paderborn rund 500.000 Schränke produziert.

Auch als Toni Turek zum Fußballgott wird, die Deutschen das Wirtschaftswunder erleben und sich die Wohnverhältnisse langsam bessern, hält sich der Welle-Schrank als praktische Einrichtungsvariante wacker in den Wohnzimmern. Gleichzeitig erobert ein anderes Möbelstück den Markt: die Anbauwand. Einzeln oder in Gruppen angeordnete Schranktypen sind nun gefragt. Ein Boom, den Wellemöbel erkennt und bedient: mit Anbau- und Einzelteilen für diverse Kombinationen. So entstehen von nun an auch perfekte Einrichtungsmöglichkeiten für alle Wohnräume, vorzugsweise für Jugend-, Studenten- oder Gästezimmer.

1960er

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In deutschen Wohnungen beginnt zu Anfang der Sechziger Jahre vor allem eine akustische Revolution: erst betreten die Beatles und kurz darauf die Rolling Stones die Bühnen der westlichen Welt. Poster von Mick Jagger oder John Lennon hängen in diesem Jahrzehnt neben Anbauwänden für Jugendliche, deren Schranktypen einzeln oder in Gruppen verwendet werden können. Wellemöbel stellt viele dieser Wohn-Kombinationen in unterschiedlichen Varianten und für alle Ansprüche her – stets mit einem Preis-Leistungsverhältnis, das für hohe Nachfrage sorgt.

Jugendliche heißen nicht mehr „Halbstarke“, sondern „Twens“. Bei Wellemöbel entsteht das „Twenzimmer Cheri“, das sogar bis Mitte der 70er Jahre produziert wird. Erst in der damals bevorzugten Trendfarbe Weiß, später in vielen anderen Versionen. Und auch der Mehrzweck-Wohnschrank ist noch da: modern gestaltet und äußerlich ganz im Geschmack der Zeit bleibt er ein fester Bestandteil auf den Auftragslisten in Paderborn.

1970er

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Hippies demonstrieren für den Frieden der Welt, Disco-Musik bringt Bewegung auf deutsche Tanzflächen, der erste VW-Golf wird gebaut. Welle ist längst eine feste Größe im Möbelmarkt und fertigt Wohnzimmerschränke, Wohnwände, Wohnkleiderschränke, Jugendzimmer, Appartement-Möbel, Schlafzimmer und „Tochter-Gastzimmer“.

Trendsetter und Verkaufsschlager des bunten Jahrzehntes sind die Schlafzimmer „Lady Barbara“ und „Cosima“, noch immer das Jugendzimmer „Cheri“ und das funktionelle Kinderzimmer „Natalie“. Besonders bei letzterem deutet sich schon eine Entwicklung an, die Welle in der Zukunft perfektionieren wird: ein innovatives, platzsparendes Kinderzimmer.

1980er

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Neue Deutsche Welle: Wohnwände gewinnen im Produktsortiment in Paderborn immer mehr an Bedeutung. Der wichtigste Umsatzträger für Welle ist aber das Jugendzimmer. Mit einer Konzentration auf diesen Bereich setzt das Unternehmen auf die richtige Karte und bringt es schließlich zum Marktführer. Kein Wunder, angesichts der vielen Ideen: Mit „Ronny“ beispielsweise lässt sich durch hohe und halbhohe Teile erstmals ein Zimmer bis unter die Dachschräge planen.

Homecomputer werden erschwinglich und so wächst der Bedarf an einem wohnlichen Arbeitsplatz zuhause. Grund genug für Welle, die ersten Büromöbel-Produkte ins Sortiment aufzunehmen. Als erfolgreichstes Programm entpuppt sich die Serie „Junior“. Zum Ende des Jahrzehntes erweitert Welle das Sortiment erneut: mit dem Babyzimmer. Das erste Modell „Bobby“ kommt ganz ohne Ecken und Kanten aus, „Sven“ wird aus massiver Kiefer gefertigt. Und auch für die Heimtextilien der Kleinsten ist gesorgt: mit Einführung der Serie „Bebino – alles fürs Kind“.

1990er

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Zu Beginn des Jahrzehntes entsteht bei Wellemöbel die Wohnwand „Padova“: teilmassiv und in ihren Einzelsegmenten stapelbar. Gleichzeitig wird in der Planung an einem Konzept getüftelt, aus dem eines der erfolgreichsten Baby- und Kinderzimmer überhaupt entstehen wird: das erste „mitwachsende“ Zimmer „Alina“.

1995 entsteht das Jugendzimmer „Allround“ und soll bis heute ein fester Sortimentsbestandteil bei Wellemöbel bleiben. In den 90ern legen dagegen die Schlafzimmer eine Pause bei Wellemöbel ein – erst 2006 wird dieses Segment wiederbelebt.

Dafür werden die Babyzimmer von Wellemöbel immer erfolgreicher und die Produktpalette gewinnt stetig an Größe. Auch bei den Büromöbeln tut sich in jener Zeit viel. Das erste Profibüro von Wellemöbel entsteht: „TOPDIN“ berücksichtigt erstmalig DIN-Normen und sorgt dafür, dass Ergonomie beim Arbeiten immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses rückt.

2000er

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Was auf 3 x 4 Metern begann und mit Wohnzimmerschränken zum Erfolg gelangte, ist nach über 100 Jahren zu einem international operierenden Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern, 4 Standorten und einer eigenen Spedition geworden.

Im Segment Jugendzimmer ist Wellemöbel noch immer Marktführer. Das innovative Zimmer „All around in Concept“ wird permanent und konsequent weiterentwickelt und ermöglicht mit einer Fülle an Kombinationen perfekte Wohnlösungen für Kinder- und Jugendzimmer. Überhaupt gibt es im Programm „All around in Concept“ von Wellemöbel für jedes Raumproblem eine Lösung.

Die Babyzimmer zeigen sich von Jahr zu Jahr geradliniger und moderner. MIA steht mit der von der Zeitschrift Öko-Test verliehenen Auszeichnung „sehr gut“ in Deutschland an der Spitze.

Arbeiten auf der Höhe der Zeit: das Büro „TOPDIN 2“ steht noch immer für DAS Welle-Objektbüro und wird ständig weiterentwickelt. Auch Zuhause wird gearbeitet – das Programm fürs Home-Office von Wellemöbel heißt „Hyper“ und erschließt Einrichtungs-Möglichkeiten von der dezenten Arbeitslösung im Wohnzimmer, bis zur übersichtlichen Bürogemeinschaft.

Wiederbelebte Kompetenz: Seit der Übernahme der Firma Stammschöer im Jahr 2006 fertigt Wellemöbel wieder Schlafzimmer. Erfolgsgarant im neuen alten Segment ist „Inaya“, das innovatives Design mit hochglänzenden Lackoberflächen und einem einzigartigen Siebdruckverfahren verwirklicht. Höchst bemerkenswert in einem eigentlich gesättigten Markt: Wellemöbel hat sich in diesem Segment seit 2006 zu einem der 4 größten Lieferanten der deutschen Möbelindustrie entwickelt.

2010er

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Genauso schnell, wie sich Sebastian Vettel 2010 zum jüngsten Formel 1 Weltmeister aller Zeiten fährt, entwickelt sich bei Wellemöbel das Segment Schlafzimmer rasant. Die Hochglanz-Lackoberflächen werden zur Kernkompetenz des Segments und finden in fast allen Schlafzimmern Verwendung. Neben funkelnden Sternstunden im „Chiraz“ wird 2014 das Systemschlafzimmer „Master Bedroom“ entwickelt, das 164.000 Kombinationsmöglichkeiten zulässt. 

Ohnehin wird ab 2011 „Premium“ gross geschrieben, denn Wellemöbel ist auch Joop! Lizenznehmer. Dieses hochwertige Sortiment umfasst die Bereiche „living“, „dining“, „sleeping“ und „elements“ und zeigt sich in großen Studios mit ganzheitlichen Joop! Raumsituation.

Im Segment Jugendzimmer bleibt Wellemöbel Marktführer, denn mit „Unlimited“ gelingt die erfolgreichste Markteinführung eines Jugendzimmers in der Firmengeschichte! Zusätzlich wird die geniale 5 cm - Logik des „Wirtschaftsraumwunders“ auf das „Kleiderschrank- und Jugendwunder“ mit 14 Frontfarben übertragen und so zum absoluten Kassenschlager. Ergänzt um das „Büro- und Jugendwunder“ ist eine tragende Säule des Unternehmens -  die „Welle Wunder Welt“ geboren.

Das „Bürowunder“ einerseits und das „Campo“ andererseits bilden den Rahmen um vielseitige, kompetente Bürolösungen. Mit „Hyper Profi-Line“ lassen sich nun auch  professionelle Arbeitsplätze im Bereich der Objektbüros darstellen. Ebenso professionell wird Ende 2010 die Qualität der Babyzimmer neu definiert. Nach zwei umfangreichen Marktstudien lassen sie in Zukunft keine Wünsche mehr offen – weder bei den Kindern, noch bei den Eltern! 

Als 110 Jahre altes Traditionsunternehmen hat sich Wellemöbel auch im Zeitalter von facebook, twitter und co. weiterhin im Markt etabliert. Nach einer Restrukturierungsmaßnahme Anfang 2015 beschäftigt Wellemöbel ca. 650 Mitarbeiter in 2 Werken. Der Hauptsitz ist nun Bad Lippspringe.